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Pressemitteilung:

Wiesbaden/Frankenberg, 16. Juni 2017

Tafeln in Hessen leisten unverzichtbare Arbeit

Auch Frankenberger Tafel erreicht Kapazitätsgrenze
Gespräch Landesverband Hessischer Tafeln
+Gespräch Landesverband Hessischer Tafeln

Im Anschluss an einen Erfahrungsaustausch mit der Vertretung des Landesverbands Hessischer Tafeln würdigte die gesundheits- und pflegepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Daniela Sommer, deren Arbeit.

Sommer sagte dazu: „Wir haben in Hessen 55 Tafeln mit über 6.000 ehrenamtlich arbeitenden Frauen und Männern, die über 100.000 Menschen mit Lebensmitteln aus Spenden versorgen. Das sind überaus beachtliche Zahlen, die nur durch ein herausragendes bürgerschaftliches Engagement erreicht und aufrechterhalten werden können.“

Gleichzeitig wiesen die Zahlen aber auch auf die bedrückende Situation armer beziehungsweise einkommensschwacher Menschen hin. „Sie sind eine deutliche Mahnung, dass alle sozialpolitischen Anstrengungen noch stärker auf die Bekämpfung von Armut und auf Armutsprävention ausgerichtet werden müssten“, so die SPD-Abgeordnete.

Wie überall im Ehrenamt stelle sich auch bei den Tafeln die Nachwuchsfrage. „Viele Aktive haben ihre Tätigkeit mit Gründung der Tafel vor zehn bis 15 Jahren begonnen und waren damals bereits im Rentenalter. Sie sind heute an der Grenze der Belastbarkeit, da die Tätigkeiten anstrengend sind. Die Mengen an Lebensmitteln, die bewegt werden müssen, sind beachtlich und das muss täglich erfolgen“, sagte Sommer.

Die Sozialpolitikerin stellte auch das große finanzielle Engagement der Tafeln heraus. „Wer eine neue Tafel gründen will, muss alleine für die Anschaffung eines Fahrzeugs und die Ladenausstattung fast 50.000 Euro investieren, auch wenn viele Firmen große Rabatte einräumen. Der Umgang mit Lebensmitteln setzt hygienische Standards, die nicht unterschritten werden dürfen.“

Sommer berichtete, dass auch die Tafel in Frankenberg herausragendes Engagement erbringe. Diese versorge insgesamt 731 Bedürftige (453 Erwachsene und 275 Kinder) mit Lebensmittel, darunter seien 349 Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Damit erreiche die Frankenberger Tafel ihre Kapazitätsgrenze. Wie auch andere Tafelvereine habe Frankenberg eine lange Nachrückerliste mit Menschen, die ebenfalls Hilfe benötigen würden.

Die Sozialpolitikerin kündigte an, dass sich ihre Fraktion intensiver mit den personellen und finanziellen Möglichkeiten der Tafeln beschäftigen werde, um die Vereine und schließlich auch die Menschen, denen die Hilfe zukomme, zu unterstützen. Dr. Daniela Sommer sagte abschließend, dass viele Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen seien, da die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergehe.

Deswegen sei es wichtig, die Ursachen von Armut zu bekämpfen, aber auch den Ehrenamtlichen der Tafeln sowie den Tafelkundinnen und Tafelkunden Wertschätzung entgegenzubringen: „Hier geht es um Menschen und keine Nummern."

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