Besuch der Ergo- und tiergestützten Therapie

Besuch von tiergestützter Therapie in Haina (Kloster)
Zu Besuch bei der Ergo- und tiergestützten Therapie in Haina (Kloster)

Die heimische Abgeordnete Dr. Daniela Sommer besuchte in Haina (Kloster) die Ergo- und tiergestützte Therapie und konnte erleben, wie die Klienten von den Angeboten profitieren.

In der Arbeits- und Ergotherapie werden praktische Ausbildungsmöglichkeiten und damit verbundenen die Erprobung der Belastbarkeit und Stabilität in unterschiedlichen Arbeitssettings bereitgestellt. Ziel der tiergestützten Therapie ist es, die einzelnen Klienten darin zu unterstützen, soziale Fähigkeiten neu zu entdecken, ihre Fähigkeiten zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Sommer erläutert: „Gerade die Übernahme von Verantwortung für ein Tier hilft, das Pflichtbewusstsein zu stärken. Sie vermittelt Wertschätzung und das Gefühl gebraucht zu werden bzw. eine Aufgabe zu haben. Darüber hinaus hilft sie, Einsamkeit, Isolation, Depression, Angst und Stress zu bewältigen.“

Die tiergestützte Therapie schaffe es, Kontakte zu Tieren aufzubauen und das Selbstvertrauen zu stärken. Die Klienten äußern, dass sie von ihrem Kontakt mit den Tieren begeistert sind. Nach dem Striegeln der Esel wurden sie für einen Spaziergang an die Leine genommen. Sommer begleitete die Klienten, den Praktikanten und Hans-Willi Bornscheuer, der eine Weiterbildung zur tiergestützten Therapie (Animal Assistent Therapy) absolviert hat und diese in der Vitos Haina anwendet.

Tiergestützte Therapieverfahren sind alternativmedizinische Behandlungsverfahren, die der Heilung oder zumindest der Linderung der Symptome bei psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen und Behinderungen nutzen. Dr. Sommer, die als Pädagogin nicht unbedarft ist, betont: „Der Einsatz von Tieren in der Arbeit mit Menschen ist nicht neu. Er greift auf bewährte Erfahrungen zurück, dass Menschen, die mit Tieren zusammenleben, oft zu einer volleren persönlichen und sozialen Entwicklung gelangen.“

Und dennoch werde die tiergestützte Therapie bis heute von den Krankenkassen nicht subventioniert, bedauert die Sozialpolitikerin. Die individuelle Förderung über das Medium Tier im Rahmen der tiergestützten Therapie funktioniere jedoch hervorragend und könne in andere Maßnahmen integriert werden. Die daraus entstehenden Kontaktmöglichkeiten der Klienten werden erweitert und die Beziehungsfähigkeit erhöht – Aspekte, die in der Therapie und für eine Resozialisierung nicht zu vernachlässigen seien.

Sommer werde prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, die tiergestützte Therapie in Zukunft besser anzuerkennen und zu unterstützen.