Auch bei Feuerwehr ist Gleichberechtigung auf Vormarsch

Am Internationalen Frauentag, Sonntag, den 8. März, war die heimische Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer bei der Verbandversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Waldeck-Frankenberg in Gemünden anwesend. Dr. Sommer beschäftigte sich anlässlich des Verbandstages mit dem Bereich Frauen in der Feuerwehr und ihrer Gleichstellung.

Dazu präsentierte sie ein Zitat einer Feuerwehrfrau: „Ich kann jetzt nicht sagen, dass es irgendwo Probleme gab, dass wir von den Männern nicht anerkannt wurden. Wir waren gleichberechtigte Partner und wurden auch als solche behandelt.“ Diese Aussage stammt von einer Feuerwehrfrau aus dem Osten, berichtete Sommer. 40 Jahre staatlich verordnete Gleichstellungspolitik vor der Wende habe dort bewirkt, dass es für die Feuerwehrmänner im Osten einfach nicht möglich war, Frauen aus den Wehren auszuschließen. Sommer führte ein weiteres Zitat dieser Frau an, die fassungslos war und über den Westen nach der Wende sagte: „Das hab ich früher nicht geglaubt, dass es Jugendwehren und Feuerwehren gibt, die keine Mädchen und Frauen aufnehmen.“

Die erste uniformierte weibliche Feuerwehr soll es allerdings bereits 1917 in Deutschland gegeben haben. Frauen, die Anfang der siebziger Jahre offiziell in die Feuerwehr eintraten – da in den 1970er Jahren viele Länder den Feuerwehrdienst für Frauen öffneten, mussten noch echten Pioniergeist beweisen. Zumal sich weibliche Kräfte anfangs Feuerwehrassistentin nennen mussten, also die Assistentinnen der Feuerwehrmänner waren. „Heute ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, dass auch Mädchen und Frauen in der Feuerwehr aktiv sind. Und ich denke, das ist für alle gegenseitig eine Bereicherung“, sagt die heimische Abgeordnete Dr. Daniela Sommer.

Unter den mehr als eine Million zählenden Mitgliedern leisten inzwischen mehr als 80.000 Frauen ihren Dienst. Von den mehr als 239.000 Angehörigen der Jugendfeuerwehren sind fast 60.000 Mädchen, das entspricht einem Anteil von 25,1 Prozent. „Langsam, aber stetig erhöht sich die Anzahl von Feuerwehrfrauen in Deutschland – so auch in Waldeck-Frankenberg“, freut sich Sommer.

„Die freiwilligen Feuerwehren haben in Waldeck-Frankenberg eine engagierte Wehrführerin, die Kreisfrauensprecherin Nadia Reis, und tolle Mädchenmannschaften wie aus Haina-Löhlbach. Die freiwilligen Feuerwehren leisten eine großartige Jugendarbeit und sind allzeit einsatzbereit, hochmotiviert und qualifiziert“, hält Sommer fest und ergänzt, dass die freiwilligen Feuerwehren damit auch für eine bessere Gleichberechtigung stehen, den Nachwuchs fördern – angefangen bei der Akquise, bis zur Förderung der Aus- und Weiterbildung – so dass ihnen ein herzlicher Dank für das große Engagement im Ehrenamt gebührt.