SPD-Fraktion Frankenberg besuchte Treffpunkt

Besuch von Treffpunkt Frankenberg
Von links: Monika Lacher, Helga Hohn, Dr. Daniela Sommer, Silvia Paesano, Dr. Hendrik Sommer und Anita Kahl

Mitglieder der SPD-Fraktion Frankenberg haben den Treffpunkt e.V. vor Ort besucht, um sich bei den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Akteuren über deren Arbeit zu informieren.

Der Treffpunkt e.V. Frankenberg wurde 1986 gegründet, um in Frankenberg und Umgebung für Menschen mit psychischen Schwierigkeiten ein Angebot zu schaffen, das Hilfestellungen zum selbstbestimmten Leben und für die Alltagsbewältigung bietet.

Das Angebot des Treffpunktes ist dabei sehr vielfältig. Silvia Paesano, Monika Lacher und Anita Kahl vom Treffpunkt e.V. erläuterten, dass das Angebot das betreute Wohnen, einen Betreuungsverein, eine psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle, eine Tagesstätte, ein Wohnheim, begleitetes Wohnen in Familien und den Integrationsfachdienst umfasse. Darüber hinaus haben Selbsthilfegruppen aus dem Altkreis dort die Möglichkeit, sich zu treffen.

Monika Lacher berichtete von dem neuen Projekt „Treffpunkt Kids“, einer Gruppe für Kinder psychisch erkrankter Eltern. Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Stadtjugendpflege der Stadt Frankenberg erfolgreich umgesetzt mit dem Ziel, die Resilienz der Kinder, d.h. den Umgang mit Problemen und den Aufbau von innerer Stärke, zu fördern.

Teamleiterin Silvia Paesano erläuterte, dass gerade in der Kontakt- und Beratungsstelle die Nachfrage ständig steige. Dr. Hendrik Sommer, Fraktionsvorsitzender der SPD Frankenberg: „Das Angebot des Treffpunktes umfasst viele Hilfestellungen für Menschen mit psychischen Belastungen, die niedrigschwellig und kostenlos sind. Wir tun als Kommune gut daran, den Treffpunkt finanziell zu unterstützen und sollten unsere finanziellen Hilfen aufbessern, um möglichst vielen Menschen bestmöglich helfen zu können.“

Dr. Daniela Sommer bekräftigte dies: „Studien zeigen, dass Krankheitsbilder wie Depressionen oder das oft genannte Burnout-Syndrom ansteigen. Ein Phänomen unserer heutigen Zeit, das oftmals mit Druck, Stress, Arbeitsanforderungen, psychischen Belastungen und Ängsten vor dem Versagen im Alltag zusammenhängt.“

Gemeinsam diskutierten die Akteure die Problematik, dass viele freiwillige Leistungen fast nicht mehr aufrechtzuerhalten seien – nicht zuletzt da das Land seit 2003 jegliche finanzielle Hilfe für Beratungsstellen dieser Art gestrichen habe. So seien es einzig und allein der Landkreis, die Stadt Frankenberg sowie der Kreisverband der Treffpunkte, die die notwendige Anlauf- und Beratungsstelle finanziell tragen, um Menschen in Krisen unterstützen zu können.

„Ich bedauere sehr, dass das Land die Beratungsstellen nicht mehr unterstützt und auch der Treffpunkt dadurch finanziell eingeschränkt wird. Ein präventives Gespräch kann vielen Menschen helfen und spart später erhebliche Kosten im Gesundheitssystem“, äußerte die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Frankenberg Dr. Daniela Sommer. „Mit aktiver Prävention lässt sich viel vermeiden“, ist sich auch Stadtverordnete Helga Hohn sicher.

Stress hat jeder Mensch im Leben, ebenso wie Tiefphasen. Auf jede Stressphase sollte jedoch auch eine Zeit der Erholung folgen und auf jede Tiefphase ein Hoch. Bei Betroffenen mit Burnout zum Beispiel helfe Erholung nicht mehr. Daher sei es wichtig, die Notbremse frühzeitig zu ziehen: „Da sind solche Angebote wie die Beratungsstelle des Treffpunktes sinnvoll und notwendig“, sagen die Kommunalpolitiker überzeugt. Zur Freude der Akteure des Treffpunktes sprach sich die SPD-Frankenberg im gemeinsamen Gespräch daher für den Erhalt und die bessere Unterstützung der Beratungsstelle aus.