Internationaler Tag der Händehygiene 2016

Gesundheitspolitische Sprecherin Dr. Daniela Sommer
Gesundheitspolitische Sprecherin Dr. Daniela Sommer

Schädliche Bakterien und andere Keime können mit Menschen und Tieren oder mit kontaminierten Lebensmitteln und Wasser in unsere Lebensräume gebracht werden. Ohne es zu wissen, können sich Keime schnell ausbreiten. Selbst im Alltag nehmen wir immer wieder mit den Händen Krankheitserreger auf.

Zudem können Krankheitserreger in der Luft verteilt werden, beispielsweise durch Husten, Niesen oder Tröpfchen. Sie können sich auf dem ausbreiten, was wir bzw. was die Erreger berühren, bis wir uns wieder die Hände waschen und entsprechende Flächen gereinigt werden. „Daher ist Hygiene ein entscheidender Faktor, um die Verbreitung von Erregern zu vermeiden“, sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Dr. Daniela Sommer, die in zwei parlamentarischen Initiativen das Thema aufgreift, um am Internationalen Tag der Händehygiene zu sensibilisieren und Hygienemaßnahmen in den Fokus zu rücken.

Die Weltgesundheitsorganisation ruft alljährlich den 5. Mai zum Internationalen Tag der Händehygiene aus. Händehygiene ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen. Dies gilt nicht nur – ganz aktuell – bei der Vermeidung von Influenza (Neue Grippe), sondern auch zur Verhütung von Magen-Darm-Erkrankungen durch Noroviren. Es gilt aber ganz besonders zur Verhütung von Infektionen durch antibiotikaresistente Keime in medizinischen Einrichtungen.

„Die Hygiene-Aufklärung ist wichtig, daher wird dieser Tag ausgerufen, um Patienten, Kinder und Erwachsene darauf aufmerksam zu machen. Händehygienemaßnahmen gehören zu den wichtigsten Infektionspräventionsmaßnahmen“, so Sommer, die eine Hygieneschulung im Gesundheitsamt absolvierte und dies interessierten Bürgerinnen und Bürgern empfiehlt. „Dort erhält man viele informative Hinweise – gerade auch für den Haushalt, praktische Übungen und die Händedesinfektion gehören auch dazu.“

Um die steigende Zahl der Infektionen mit multiresistenten Erregern (MRE) einzudämmen, hatte das Sozialministerium in Hessen seinerzeit eine „Hygieneoffensive“ gestartet. Seit dem 01.12.2011 gilt in Hessen die Hessische Hygieneverordnung, die – ergänzend zum Infektionsschutzgesetz – weitere hygienische Vorgaben gibt.

Darüber hinaus ist seit dem 15. Dezember 2013 der Landesbeirat für Hygiene in medizinischen Einrichtungen etabliert. Dieser berät das Hessische Ministerium für Soziales und Integration sowie die MRE-Netzwerke in Hygiene betreffenden Fragen sowie bei der Erstellung und Vereinbarung landesweit einheitlicher Qualitätsstandards.

Aktuell starte in Hessen mit der Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Krankenkassen das Projekt „Analyse der Prävalenz multiresistenter Erreger (MRE) in hessischen Krankenhäusern sowie Maßnahmen zur Reduktion vermeidbarer Infektionen durch MRE“.
Ein wichtiges Projekt, so Dr. Daniela Sommer: „Hier können Ursachen bekämpft, aber auch entsprechende Maßnahmen zur Eindämmung getroffen werden!“ Neben Hygienemaßnahmen sei aber auch die Stärkung des Immunsystems von Vorteil. Ein intaktes Immunsystem kann besser mit Erregern umgehen.

„Hygiene bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Selbstverantwortlichkeit und Fremdbestimmung, zwischen Prävention und Intervention und bezieht sich auf verschiedene Lebensbereiche. Wichtig ist, Hygiene im Alltag zu berücksichtigen, da helfen Kampagnen wie die „Aktion Saubere Hände“!“, fasst die Gesundheitspolitikerin abschließend zusammen.