Unterstützung von Demenzerkrankten in Hessen

Pflegepolitische Sprecherin Dr. Daniela Sommer
Pflegepolitische Sprecherin Dr. Daniela Sommer

Die gesundheits- und pflegepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag Dr. Daniela Sommer sagt: „Gerade die Krankheitsbilder Demenz und Alzheimer stehen immer wieder im Fokus der Wissenschaft. Gedächtnisverlust, Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit, geistiger Verfall – dies sind Kennzeichen der Demenz. Etwa 1,2 Millionen Menschen leiden aktuell in Deutschland an Demenz bzw. an ihrer speziellen Form namens Alzheimer. Wichtig im Umgang, der Betreuung und der Pflege von demenziell Erkrankten ist, auf die Bedürfnisse der Betroffenen sowie der Angehörigen besser einzugehen.“

Expertinnen und Experten prognostizierten, dass bis zum Jahr 2050 aufgrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft eine Verdopplung der demenziellen Erkrankungszahlen stattfindet. Doch weltweit durchgeführte Demenz-Studien stiften Hoffnung, der Demenz vorzubeugen. Vorbeugen könne man durch einen gesunden Schlaf, ausreichend Bewegung, geistige Fitness, soziale Aktivität und eine entsprechende Versorgung mit Vitamin D. „Mit einer gesunden Lebensweise ist es möglich, die Wahrscheinlichkeit zu senken, im Alter dement zu werden. Die Landesregierung fördert in diesem Sinne einige Modellprojekte, unterstützt lokale Allianzen für Demenz sowie die Ausbildung von Pflege-Guides in Betrieben. Das ist gut und richtig, aber noch zu wenig, um eine flächendeckende Prävention und Versorgung gewährleisten zu können.“

Erfreut zeigt sich Sommer über die Aussage von Sozialminister Grüttner (CDU) im sozial- und integrationspolitischen Ausschuss, dass derzeit ein Demenzatlas für Hessen erstellt werde. „Eine Übersicht ist gut, damit sich Bürgerinnen und Bürger in Hessen informieren und sich Hilfe holen können, aber ein solcher Atlas zeigt auch auf, ob es Defizite und unterversorgte Bereiche gibt, in denen Unterstützungsangebote etabliert werden müssen. Ich wünsche mir wohnortnahe Beratungs-, Präventions- und Unterstützungsangebote für Betroffene und ihre Angehörigen in allen Städten und Gemeinden!“, so die gesundheits- und pflegepolitische Sprecherin abschließend.