Phrasen statt Konkretes bei Zukunftsplan für Gesundheitsindustrie

Dr. Daniela Sommer_Porträt 2016_breit
Dr. Daniela Sommer

Dr. Daniela Sommer, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende sowie für Gesundheits- und Wissenschaftsfragen zuständige Sprecherin, kommentiert die heutige Pressekonferenz von Ministerpräsident Bouffier (CDU) und anderen Mitgliedern der Landesregierung sowie von Vertretungen der Unternehmens- und Gewerkschaftsseite zur Gesundheitsindustrie wie folgt:

„Wer erwartet hat, dass die Landesregierung konkrete Vorstellungen hat, wie sie den bedeutenden Wirtschaftssektor der Gesundheitsindustrie unterstützen kann, der wurde enttäuscht. Es wurden Selbstverständlichkeiten und Lob hinsichtlich der Anstrengungen von Unternehmen und Arbeitnehmern geäußert. Das reicht nicht aus, um die Zukunft dieses wichtigen Industriezweiges mit vielen qualifizierten Arbeitsplätzen zu sichern“, kritisiert Sommer. Vielmehr müsse die Landesregierung aktiv handeln, um die Rahmenbedingungen für die Zukunft zu sichern.

Die Abgeordnete fordert, dass das Land sich verstärkt um Innovationsförderung kümmern und auch bildungspolitisch die Weichen anders stellen müsse. „Wir brauchen dringend Fachkräfte, nicht nur für die Gesundheitsindustrie, aber natürlich auch hier. Wer in der Bildungspolitik immer noch auf Aussortieren und nicht auf Fördern setzt, verliert die Zukunft. Wir brauchen auch eine stärkere Förderung der Hochschulen. Hier ist auch Verzahnung mit der Industrie notwendig, ohne dass aber die Freiheit der Forschung gefährdet wird“, bilanziert die SPD-Politikerin.

„Mit großen Worten und leeren Phrasen, die der Selbstdarstellung dienen, ist niemandem geholfen. Der Inhalt der Erklärungen von Ministerpräsident und Ministern geht gegen Null, ein Zukunftsplan sieht anders aus“, so Dr. Daniela Sommer abschließend.