Veranstaltung der SPD-Landtagsfraktion zum Internationalen Frauentag

Internationaler Frauentag 2016 im Hessischen Landtag
Archivbild: Internationaler Frauentag 2016 im Hessischen Landtag

Anlässlich des Internationalen Frauentages lädt die SPD-Landtagsfraktion Hessen zu einer Veranstaltung ein. Unter dem Motto „Gleiche Chancen – Gleiches Geld: Das verdient die Frau!“ wird die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) am 20. Februar 2017 um 19.00 Uhr in Wiesbaden über die Notwendigkeiten und Herausforderungen sprechen, um unsere Gesellschaft wirklich gleichberechtigt zu gestalten.

Die heimische Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Hessen, Dr. Daniela Sommer, lädt ein, nach Wiesbaden zu kommen. Sie fordert im Zusammenhang mit der Veranstaltungsthematik, das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern abzubauen: „Der durchschnittliche Bruttolohn der Frauen in Deutschland liegt noch immer bei rund 21,6 Prozent unter dem Durchschnittslohn der Männer. Das ist eines der höchsten Lohngefälle in der EU.“

Ein Teil der Lohnlücke lasse sich darauf zurückführen, dass es noch immer überwiegend die Frauen seien, die beruflich zugunsten der Familie zurücksteckten: „Die Einkommensstatistiken zeigen, dass das Gehaltsgefälle in dem Alter zunimmt, in dem Frauen Kinder bekommen. Sie reduzieren ihre Arbeitszeit oder steigen für eine Zeit ganz aus dem Beruf aus. Anschließend finden sie sich oft in Minijobs wieder oder haben Schwierigkeiten, eine ihrer Ausbildung entsprechende Vollzeitstelle zu finden. Zudem macht oft die Karriere einen Knick, weil sich Auszeiten und Teilzeit negativ auf Beförderungschancen auswirken“, so die SPD-Abgeordnete.

Als pflege- und gesundheitspolitische Sprecherin verweist Dr. Daniela Sommer auch auf längere Erwerbsunterbrechungen für die Pflege von Angehörigen und fordert diesbezüglich eine bessere rentenrechtliche Anerkennung von Pflegezeiten: „Die Pflegezeit muss in der Rentenversicherung wesentlich höher bewertet werden.“ Außerdem seien die Löhne in Berufen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, tendenziell niedriger als in männerdominierten Branchen. Frauen arbeiten mit rund 62 Prozent im Niedriglohnbereich.

Sommer begrüßt daher ausdrücklich die Vorschläge des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für ein Gesetz für mehr Lohntransparenz. Angesichts der zunehmenden Altersarmut müssen Frauen für ihre Arbeit besser bezahlt werden, da niedrige Löhne auch niedrige Renten bedeuten. „Frauen dürfen nicht länger schlechter bezahlt werden als Männer“, so die Sozialpolitikerin abschließend.

Hinweis

Informationen zur Veranstaltung in Wiesbaden mit der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig sowie den entsprechenden Flyer – mit der Möglichkeit zur Anmeldung bis Ende Januar – gibt es im Wahlkreisbüro der Landtagsabgeordneten Dr. Daniela Sommer, Obermarkt 5, in Frankenberg oder unter der Telefonnummer 06451 6590.