Abgeordnete zeichnet vorbildliche Frauen aus

Wettbewerb Du bist SPITZE 2017 von Dr. Daniela Sommer
Wettbewerb Du bist SPITZE 2017 von Dr. Daniela Sommer
Themennachmittag zu Hildebrand mit Ruth Piro-Klein
Themennachmittag zu Hildebrand mit Ruth Piro-Klein

Die heimische Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer zeichnete am 12. März im Rahmen ihres Wettbewerbs unter dem Motto „Du bist mein Vorbild – Du bist SPITZE!“ 13 Frauen aus, die Vorbild sind bzw. als Vorbild fungieren.

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt – so lautet der Artikel 3 Absatz 2, der am 23. Mai 1949 in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland geschrieben wurde“, erläuterte Dr. Daniela Sommer, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und Vorsitzende des landkreisweiten Arbeitskreises Sozialdemokratischer Frauen (ASF). „Dabei geht es bei der Gleichstellung um Veränderungen in den Köpfen, aber auch um strukturelle Verbesserungen wie das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen abzubauen“, führte sie im Sitzungssaal des historischen Rathauses weiter aus.

Seit letztem Jahr ehrt die Sozialpolitikerin anlässlich des Internationalen Frauentages engagierte Frauen, die in unterschiedlichen Formen ehrenamtlich aktiv sind. Ziel sei, Heldinnen im Verborgenen und Stummen mit der Auszeichnung wertzuschätzen. Ein Großteil der Frauen wurde von Familienangehörigen, Arbeitskolleginnen und -kollegen oder Bekannten für den Wettbewerb angemeldet. „Sie haben es der Jury bei ihrer Auswahl nicht leicht gemacht“, betonte Sommer vor den rund 70 Gästen. Die Jury bestand aus Lisa Gnadl, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Beate Friedrich, Frauenbeauftragte des Landkreises Waldeck-Frankenberg, sowie Iris Ruhwedel, Kreistagsvorsitzende. „Vom guten Geist bis zur Familien-Managerin – herzlichen Dank für Ihr Engagement im Alltag und Ihre Aufopferungsbereitschaft. Dafür verdienen Sie den größten Respekt“, sagte Dr. Daniela Sommer.

Die Preisträgerinnen waren:

  • Heike Weiß, die durch eine schwere Erkrankung einer ihrer Söhne vor einigen Jahren den Verein „Laufen gegen Krebs“ gründete und somit ihr Hobby, das Laufen, mit einem wohltätigen Zweck verbindet.
  • Nehad El-Leithy, die ehrenamtlich mit Kindern arbeitet, als Ernährungsberaterin tätig ist und eine Förderpreis von 500 Euro wieder für ihr Ehrenamt einsetzte.
  • Filomena Rios, die von ihrem Ehemann „als guter Geist“ der heimischen Firma Neuschäfer Elektronik bezeichnet wird und beispielsweise flexible Arbeitszeiten einführte und sich um Frauen mit Migrationshintergrund kümmert.
  • Claudia Sommerlad, die in vielen Männerdomänen tätig ist und neben ihrer großen Familie, ihren Beruf, die Arbeit ihres Mannes und viele Ehrenämter und Funktionen in Vereinen und Verbänden in Einklang bringt.
  • Ortrud Gelbke, die sich tatkräftig in der Frankenberger Tafel einsetzt und über ihr Engagement hinaus immer erreichbar ist.
  • Petra Tursky, die als Fußpflegerin Benachteiligte kostenfrei behandelt und ein ausgeprägtes soziales Mitgefühl aufweise.
  • Dagmar Kroneberg, die sich als Pflegefachkraft über ihren Arbeitsalltag hinaus in ihrer Freizeit sowohl um ältere, betreuungsbedürftige Menschen als auch um deren Angehörige kümmert.
  • Christine Altznauer, die einen Pflegedienst mit 40 Mitarbeitenden leitet und von ihrem Team als menschlich, vertrauenswürdig, respektvoll und fachlich kompetent beworben wurde.
  • Martina Hohmann-Michels, die als Übungsleiterin und Vorstandsmitglied des TV Volkmarsen keine Person im Stich lasse und sich engagiert für jegliche Belange einsetzte.
  • Renate Joerns, die als Prokuristen der Joerns-GmbH Bad Arolsen hinter den Mitarbeitenden stehe, ihren Ehemann in seinem Alltag unterstütze und sich sowohl um ihre Familie als auch Tiere kümmere.
  • Ursula Steinmetzger, die mitunter den Arche-Verein Wetter gründete, sich für bedürftige Menschen einsetze und weiterhin Engagierte für ihr Fair-Kaufhaus suche.

    Im Anschluss lud die ASF anlässlich des Internationalen Frauentages zu ihrem Themennachmittag zu Regine Hildebrandt ein. „Vorbilder inspirieren, leiten an und setzen ein gutes Beispiel“, hält Sommer fest und berichtet von ihrem Vorbild Regine Hildebrandt. Sie war eine Frau, die sich für Menschen einsetzte, die ihre Stimme oftmals nicht selber erheben konnten. Dafür wurde sie, besonders in den neuen Bundesländern, hoch geschätzt und verehrt. „Für mich hat diese Frau das Ohr an den Menschen gehabt und sich um jene gekümmert, die eine Stimme brauchten. Das ist für mich ein echtes Vorbild im Einsatz für soziale Gerechtigkeit!“ Ruth Piro-Klein vom Geschichtsverein Frankenberg erzählte aus dem Leben der vor 15 Jahren verstorbenen Bundespolitikerin und präsentierte den Gästen einschneidende Stationen im Leben von Hildebrandt.

    Dr. Daniela Sommer und Rositta Krämer, stellvertretende ASF-Vorsitzende, bedankten sich für den Vortrag bei Ruth Piro-Klein und sagten: „Wir haben nicht nur eine offene Tür, sondern vor allem ein offenes Ohr für das, was die Menschen im Landkreis Waldeck-Frankenberg bewegt. Wir freuen uns, Sie im Rahmen einer der nächsten ASF-Veranstaltung begrüßen zu dürfen und Diskussionen zu aktuellen Themen anzuregen.“

    Hintergrund

    Der Internationale Frauentag wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen und kann somit auf eine lange Tradition zurückblicken.